Chlorella vulgaris - Ergebnisse

Ergebnisse

Einige der gemessenen Parameter führen wir hier auf. Alle Messungen fanden vom 25.09.2019 bis zum 11.01.2020 statt.

Es wurde auf sorgfältiges und wissenschaftlich korrektes Arbeiten geachtet, sodass die Daten zunächst als valide einzuschätzen sind. Gemessen wurden die Algenpopulationen anhand ihrer Dichte in den Nährmedien, mithilfe eines Photometers der Marke Windaus.

Phosphat

Unter der Zugabe von Phosphat war das Wachstum der Algen besonders groß.

Nach wenigen Tagen entwickelten die Algenpopulationen eine Algenblüte – es wird so viel Photosynthese betrieben, dass sich der aus den Algen aufsteigende Sauerstoff an der Wasseroberfläche ansammelt und zusammen mit einigen Algenzellen eine Art Schleim bildet.

Phosphat ist der stärkste aller gemessenen Parameter. Es wurde landwirtschaftlicher Einfachdünger verwendet und somit die Kontamination mit anderen Düngemitteln ausgeschlossen.

Salinität

0,04 % Salz im Wasser entspricht dem Krefelder Leitungswasser und wird als Süßwasser gewertet.

Es ist festzustellen, dass mit zunehmender Salzkonzentration das Algenwachstum drastisch abnimmt. Die Idee von einem großflächigen Anbau in Meeren ist durch das Ergebnis vorerst in den Hintergrund gerückt. Auch weitere Faktoren, wie z.B. niedrige und unregelmäßige Temperaturen, sind zu bedenken.

Kohlendioxid

Diese Messreihe sollte über die Menge des zu Sauerstoff und Glukose umgewandelten Kohlendioxids durch Chlorella vulgaris aufklären.

Kohlendioxid wurde über CO2-Tabletten hinzugegeben. Dies war unvorteilhaft, da diese Tabletten messbare Rückstände im Nährmedium der Algen hinterlassen, die Wachstumsergebnisse dieser Reihe sind also nicht repräsentativ. Besonders stark war die Verunreinigung bei den beiden höchsten Konzentrationen (rot markiert). 

Um erneut zu überprüfen, ob die Algenpopulationen einen Vorteil durch die CO2-Hinzugabe haben, wurde in der späteren Optimalreihe CO2 rückstandslos hinzugegeben.

pH-Wert abhängig vom CO2-Gehalt

Je höher der Kohlendioxid-Gehalt, desto saurer ist das Wasser.

Nach regelmäßigen Zugaben von Kohlendioxid, ist zu erkennen, wie viel Kohlendioxid maximal durch die Photosynthese von Chlorella vulgaris zu Sauerstoff und Glukose reagieren kann (ein unbestimmter Teil entweicht in die Atmosphäre). Das Erreichen der maximalen Photosynthese-Kapazität scheint mit abnehmender Kohlendioxid-Konzentration länger zu dauern. 

Als sinnvolle CO2 Konzentration bei einer Zuführungsdauer von zwei Wochen stellte sich bei unserer Populationsgröße ein Wert von 12 mg/l heraus.

Optimalreihe

Diese Versuchsreihe war die abschließende Reihe des Projekts, wobei die Algen allen erfolgreichen Parameterkonzentrationen vorheriger Reihen ausgesetzt waren. Zu sehen ist ein deutlich höheres Wachstum der Optimalreihe verglichen mit der Nullprobe.

Die Optimalreihe wurde in zwei Phasen unterteilt, um erneut (ohne Rückstände im Wasser, siehe Kohlendioxid) die Reaktion von Chlorella vulgaris auf eine erhöhte Kohlendioxidkonzentration zu untersuchen.

Täglicher Zuwachs - 1. und 2. Phase

1. Phase: Ohne Kohlendioxid; 2. Phase: Mit Kohlendioxid

Ohne CO2 (roter Balken) ist der tägliche Zuwachs im Durchschnitt geringer als mit CO2 (grüner Balken). 

Die Hypothese aus der Kohlendioxidreihe wird somit bestätigt: Eine erhöhte Kohlendioxidkonzentration wirkt sich positiv auf das Wachstum von Chlorella vulgaris aus. Wobei eine Versauerung des Wassers vermieden werden sollte.

Kontakt

Unter der E-Mail cv.bioreaktor@gmail.com sind wir für Fragen und Anregungen jederzeit erreichbar.